Begriffe aus dem Feng Shui

 

Chi

Die Kraft, die allen Dingen, allen Menschen, Tieren und Pflanzen innewohnt, nennen die Chinesen „Chi“ (Qi oder Ki). Diese Lebensenergie, die alles durchströmt, ist auch in anderen Kulturen bekannt. In Indien nennt man sie „Prana“, die Japaner nennen sie „Ki“ und bei den Germanen sprach man von „Od“.

Chi ist für das Auge nicht sichtbar, dennoch spüren wir seine Gegenwart. So zum Beispiel, wenn eine Person mit starker Ausstrahlung einen Raum betritt, wenn wir in der Nähe eines Wasserfalls stehen oder den Geruch der Wiesen nach einem Sommerregen wahrnehmen. Chi ist Ursache und Wirkung von allem, egal, ob es im Verborgenen liegt oder deutlich sichtbar ist. Wenn wir uns an einem Ort oder in der Nähe eines Menschen besonders wohl fühlen, so liegt die Ursache in gutem Chi, das uns in diesem Moment umgibt. Ein still vor sich hin plätscherndes Bächlein liefert eine andere Chiqualität als ein durch Betonwände begradigter Fluss. Wir spüren die Leichtigkeit und Natürlichkeit bzw. die erzwungene Enge.
Ein positiver Fluss der Lebensenergie Chi benötigt das Hauptaugenmerk im Feng Shui. Positives Chi (Sheng Chi) fördern und negatives Chi (Sha Chi) meiden bzw. umlenken ist die große Kunst im Feng Shui

 

Das Bagua

Das Bagua ist die „Akupunkturkarte“ des Feng Shui. So wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin die Meridiane, die den menschlichen Körper durchziehen, Blockaden mit Krankheiten verdeutlichen, so kann das Bagua der Schlüssel für das Erkennen energetische Missverhältnisse im Wohnumfeld sein. Das Wort Bagua bedeutet „Acht Trigramme“. Das sind – vereinfacht ausgedrückt –Einheiten aus jeweils drei gebrochenen und ungebrochenen Linien des I-Ging, dem„Buch der Wandlungen“.Im Feng Shui wird das Bagua als Hilfsmittel benutzt, um die energetischen Verhältnisse einer Wohnung oder eines Hauses zu beurteilen. Man unterscheidet die Anwendung des „Drei-Türen-Bagua“ und des „Kompass-Bagua“. Im Bagua werden neun Lebensbereiche unterschieden:

            • Lebensreise und Beruf
            • Wissen und Fähigkeiten
            • Familie und Gesundheit
            • Reichtum und Wohlstand
            • Ruhm und Anerkennung
            • Beziehung und Partnerschaft
            • Kinder und Kreativität
            • Hilfreiche Freunde
            • Innere Mitte

Jeden dieser Bereiche kann man analysieren und wenn nötig harmonisieren oder aktivieren.

 

Yin und Yang

Die Yin-Yang-Theorie zählt zu den ältesten Ordnungssystemen Chinas Das Erreichen des Gleichgewichts – Yin und Yang – ist das oberste Ziel von Feng Shui. Die im Volksmund gebräuchliche Aussage, dass sich Gegensätze anziehen, ist wohl nirgendwo zutreffender als bei Yin und Yang. Zu allem in unserer Welt gibt es ein Gegenstück. Unser ganzes Leben wird von gegensätzliche Kräften beherrscht. Es gibt keinen Tag ohne Nacht, kein Licht ohne Schatten, keinen Mann ohne Frau. Yin und Yang ist überall in unterschiedlichen Erscheinungen vorhanden. Doch es gibt kein reines Yin und kein reines Yang. Jedes Yin trägt einen Teil Yang, jedes Yang einen Teil Yin in sich. Diese Beziehung wird deutlich dargestellt im Yin – Yang – Symbol: Im dunklen Yin finden wir den weißen Punkt für Yang, im hellen Yang den dunklen Punkt für Yin.
Bei einem Menschen, den man als ausgeglichen bezeichnet, stimmt die innere Balance, das Gleichgewicht von Yin und Yang. Sein Leben wechselt von Aktivität zur Ruhe, von Licht zu Schatten, von Konzentration zu Entspannung. Ebenso kann man Räume durch bestimmte Möbelformen eher Yin- oder Yang- orientiert gestalten. Yin wird dabei durch die Eigenschaften matt, weich, niedrig und dunkel verkörpert, Yang dagegen von glänzend, hart, hoch und hell.